Sie glauben, zuerst liest sich der Personaler aufmerksam Ihr Anschreiben durch? Falsch! In den meisten Fällen wird er seinen ersten Blick in Ihren Lebenslauf werfen, da er vor allem hieraus Ihre Eignung für eine offene Position ableitet. Ist der Lebenslauf "in Ordnung", studiert er auch Ihr Anschreiben. Ergibt sich dadurch kein Hindernis (z. B. durch überzogene Gehaltsforderungen, auffällige Rechtschreibschwächen oder endlose, geschwätzige Selbstdarstellungen), werden auch noch Ihre Zeugnisse Beachtung finden.
Es lohnt sich also, Ihren Lebenslauf
Anders gestaltete Lebensläufe werden auch gelesen, aber sie können den Personaler nerven, seine Bearbeitung erschweren, wichtige Daten untergehen lassen oder schlicht dafür sorgen, dass der Lebenslauf irgendwo in einer Ablage verschwindet.
| Bedenken Sie: Zuerst gesichtet wird Ihre Bewerbung von einer Hilfskraft, die auf Stichworte trainiert ist, oder von einer überarbeiteten Führungskraft. |
"Wie beschreibe ich berufliche Position und Firma?"
Listen Sie nicht nur Firma und Position auf - nicht jede Firma kennt man, und nicht jede Position erklärt sich von selbst.
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Negatives Beispiel:
08/2001 - 06/2006 ExampleTeCCon GmbH - Head of Sourcing & Research Sofort werden Sie sich fragen: Wie groß ist die Firma, was genau machen die überhaupt - und was ist ein "Head of Sourcing & Research"? Außerdem stellen sich weitere Fragen: Für wie viele Mitarbeiter hatte er/sie Personalverantwortung? An wen hat er/sie berichtet?
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Positives Beispiel:
08/2001 - 06/2006 ExampleTeCCon GmbH, München - Head of Sourcing & Research
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Das sieht doch gleich viel informativer aus! Und jetzt kann der Personaler auch (vor-)entscheiden, ob Sie auf die Stelle passen.
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Das Bewerbungsfoto
Loten Sie vorher aus, wie sich andere Mitarbeiter in diesem Jobumfeld und in dieser Position geben. Leitsatz: Auf einem guten Bewerbungsfoto sollten Sie so aussehen, wie jemand aussieht, der die angestrebte Position bereits erfolgreich inne hat. |
Worauf achtet man überhaupt beim Lesen des Lebenslaufs?
Der Personaler ist ein großer Anhänger der Theorie vom "logischen nächsten Karriereschritt", was bedeutet, dass er erwartet, dass auf die Karrierestufe "Marketing Manager" als nächste ein "Leiter Marketing" folgt (gleicher Bereich, mehr Verantwortung), vielleicht auch "Manager Marketing und Vertrieb" (Ausweitung des Verantwortungsbereiches, gleiche Ebene der Verantwortung), aber weniger "Freier Comiczeichner", "IT-Berater" oder Ähnliches.
Der Personaler wird nach passenden "Schlüsselwörtern" suchen, wenn er diese nicht in der Bewerbung entdeckt, sortiert er Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit eher aus und gibt anderen Bewerbern den Vorzug.
Ihre Rest-Chance in diesem Fall (aber auch sonst hilfreich): Ihre Job-Eignung durch einen Mittelsmann kommunizieren lassen - oder ohne Mittelsmann durch ein Direktgespräch.
Verfügbarkeit (Kündigungsfristen) angeben!
Ein häufig im Lebenslauf vergessener Punkt bei Führungskräften: Die Verfügbarkeit.
Es kann in manchen Fällen hilfreich sein, wenn man seine Kündigungsfrist benennt, ggf. mit dem Hinweis "frühere Beendigung verhandelbar". Denn es macht einen Unterschied, ob man erst in drei oder sechs Monaten zur Verfügung steht - oder ob man von Personalberatern auch auf eine kurzfristig zu besetztende Stelle angesprochen werden kann.
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